Plextor M8Se: Mainstream-PCIe-SSD mit TLC-NAND

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Neben dem neuen Flaggschiff Plextor M8Pe hat der Hersteller noch eine zweite PCIe-SSD mit NVMe-Unterstützung in petto. Die Plextor M8Se verfolgt aber im Gegensatz zum größeren Bruder eher einen Mainstream-Ansatz.

Auf den ersten Blick sind die Unterschiede gering und zeigen sich lediglich im verbauten Flash-Speicher. So wird die M8Se, wie die M8Pe, mit dem Marvell 88SS1093 (Codename Eldora) Controller aufwarten. Das Interface ist mit PCIe 3.0 x4 ebenfalls identisch und auch der M.2-Formfaktor (Type 2280) bleibt erhalten. Höchstwahrscheinlich kommt die M8Se aber ohne Kühlkörper daher und wir auch nicht als PCIe-Steckkarte erhältlich sein.

Der Controller wird nicht mit MLC-NAND gepaart, sondern mit günstigerem TLC-NAND von Toshiba (TH58TFT1UHLBAEG). Während sich dies bei Lesen kaum auf die versprochenen Transferraten auswirkt (max. 2.300 MB/s bzw. 250.000 IOPS), muss die M8Se beim Schreiben deutlich zurückstecken. Hier soll sie im besten Fall nur 800 MB/s bzw. 170.000 IOPS schaffen.

Weitere Details wie die Verfügbarkeit oder Preise hat Plextor nicht bekannt gegeben.

Hersteller
Serie
Plextor
M8Se
Kapazität 128 GByte 256 GByte 512 GByte 1.024 GByte
seq. Lesen bis zu 1.300 MB/s bis zu 1.900 MB/s bis zu 2.300 MB/s
seq. Schreiben bis zu 500 MB/s bis zu 800 MB/s
Random Read 4KB QD32 ?
Random Write 4KB QD32 bis zu 56.000 IOPS bis zu 84.000 IOPS bis zu 130.000 IOPS bis zu 170.000 IOPS
Flash-Speicher Toshiba TLC-NAND
Controller Marvell 88SS1093, 8 NAND-Channel
Cache 256 MB LPDDR3 512 MB LPDDR3 768 MB LPDDR3 1.280 MB LPDDR3
Interface PCI Express 3.0 x4
Formfaktor M.2 (Type 2280)

Plextor gibt weitere Details zur M8Pe bekannt

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Plextor hat die M8Pe bereits im Januar auf der CES 2016 offiziell vorgestellt. Aktuell ist die PCIe-SSD allerdings immer noch nicht zu haben. Ursprünglich sollte die PCIe-SSD bereits im April 2016 verfügbar sein.

Auf der Computex hat Plextor jetzt weitere Details bekannt gegeben. Demnach soll die M8Pe zeitnah in den Handel kommen, was höchstwahrscheinlich “im Laufe der nächsten Wochen” bedeutet. Außerdem ist jetzt bekannt, dass die SSD in drei Varianten und jeweils vier Speicherkapazitäten erhältlich sein soll. So wird es vier Größen mit 128, 256, 512 und 1.024  GByte geben. Bei den drei Varianten handelt es sich um eine HHHL-Karte mit PCIe-3.0-x4-Anschluss (M8PeY) und eine M.2-Karte (Type 2280), einmal mit und einmal ohne beleuchteten Aluminium-Kühlkörper (M8PeG). Die M8PeY wird wie die M6e Black Edition einen zusätzlichen SATA-Stromanschluss besitzen. Dieser ist als Backup gedacht, falls das Mainboard über eine schlechte PCIe-Stromversorgung verfügt. In der Praxis dürfte dieser Stromanschluss aber so gut wie nie zum Einsatz kommen.

Die Performance der M8Pe  soll ungeachtet des Formfaktors bei allen drei Varianten identisch sein. Im Gegensatz zu den in Januar genannten Geschwindigkeitsangaben nannte Plextor auf der Computex leicht höhere Werte. Demnach soll die 1-TB-Ausführung auf sequentielle Transferraten von bis zu 2.500 MB/s beim Lesen und 1.400 MB/s beim Schreiben kommen. Bei den IOPS nennt Plextor 280.000 lesend und 240.000 schreibend. In der Praxis könnte es aber durchaus sein, dass die M.2-Karte ohne Kühler etwas langsamer arbeitet, da die SSD unter hoher Belastung wärmer werden und der Controller die Leistung dann kurzzeitig drosseln dürfte.

Preisinformationen zur Plextor M8Pe sind nach wie vor nicht bekannt. Auch zum verwendeten Controller hat sich Plextor nicht geäußert. Laut Berichten von anderen Webseiten gilt es mittlerweile allerdings als gesichert, dass es sich um den Marvell 88SS1093 (Codename Eldora) handelt.

Hersteller
Serie
Plextor
M8Pe (M8PeG / M8PeY)
Kapazität 128 GByte 256 GByte 512 GByte 1.024 GByte
seq. Lesen bis zu 1.600 MB/s bis zu 2.500 MB/s bis zu 2.000 MB/s bis zu 2.300 MB/s
seq. Schreiben bis zu 500 MB/s bis zu 1.400 MB/s bis zu 900 MB/s bis zu 1.300 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 120.000 IOPS bis zu 280.000 IOPS bis zu 210.000 IOPS bis zu 260.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 130.000 IOPS bis zu 240.000 IOPS bis zu 230.000 IOPS bis zu 250.000 IOPS
Flash-Speicher Toshiba 15 nm Toggle DDR 2.0 MLC NAND
Controller Marvell 88SS1093, 8 NAND-Channel
Cache 512 MB LPDDR3 1.024 MB LPDDR3
Interface PCI Express 3.0 x4
Leistungsaufnahme ?
Formfaktor M.2 (Type 2280) / PCIe-Steckkarte (HH/HL)
Abmessungen ?
Gewicht ?
Verschlüsselung keine
MTBF 2,4 Millionen Stunden
Haltbarkeit ?
Herstellergarantie 5 Jahre
Preis ?

Toshiba OCZ RD400: Neue PCIe-NVMe-SSD

OCZ Logo

Nach einigen Startschwierigkeiten nimmt der Markt für schnelle Enthusiasten-SSDs mit NVMe-Unterstützung langsam Fahrt auf. Vor wenigen Tagen wurde die Toshiba OCZ RD400 vorgestellt. Bisher waren im Endkundenhandel lediglich die Intel SSD 750, die Samsung 950 Pro und die Zotac Sonix vertreten.

Die Toshiba OCZ RD400 soll Transferraten von bis zu 2.600 MB/s lesend und 1.600 MB/s schreibend erreichen. Dank NVMe und einem schnellen PCIe-3.0-x4-Interface sollen auch viele IOPS möglich sein. Die SSD wird als reines M.2-Modul (Type 2280) oder in Kombination mit einer PCIe-3.0-x4-Adapterkarte angeboten. Bei der Speicherkapazität werden vier verschiedene Varianten geboten: 128 GByte, 256 GByte, 512 GByte oder 1.024 GByte.

Auf der Computex 2015 wurde die SSD das erste Mal gesichtet, damals noch unter dem Namen OCZ RevoDrive 400. Hardwaretechnisch orientiert sich die RD400 am OEM-Produkt Toshiba XG3. Der verbaute Controller hört auf den Namen Toshiba TC58NCP070GSB und beim Speicher soll es sich um 15-nm-MLC-NAND von Toshiba handeln. Da die Standard-NVMe-Treibern von Microsoft teilweise eine sehr schlechte Schreibleistung liefern, bietet Toshiba bzw. OCZ einen eigenen NVMe-Treiber für die RD400 an.

Obwohl die SSD in Europa bereits Ende Mai erscheinen sollte, ist sie aktuell noch bei keinem Händler gelistet. Dies sollte sich in den nächsten Tagen aber ändern. Die Haltbarkeit liegt je nach Speicherkapazität zwischen 74 und 592 TBW (Total Bytes Written). Die Garantie beträgt fünf Jahre. Dank dem Advanced Warranty Program (ehemals Shield Plus) ist ein unkomplizierter Vorabaustausch anhand der Seriennummer möglich. Ein Kaufbeleg wird nicht benötigt. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) lässt auf interessante Preise hoffen: 128 GByte (119,99 Euro), 256 GByte (159,99 Euro), 512 GByte (279,99 Euro) bzw. 1.024 GByte (769,99 Euro). Die Varianten mit PCIe-Adapter kosten jeweils 20 bis 35 Euro mehr.

Hersteller
Serie
Toshiba OCZ
RD400
Kapazität 128 GByte 256 GByte 512 GByte 1.024 GByte
seq. Lesen bis zu 2.200 MB/s bis zu 2.600 MB/s
seq. Schreiben bis zu 620 MB/s bis zu 1.150 MB/s bis zu 1.600 MB/s bis zu 1.550 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 170.000 IOPS bis zu 210.000 IOPS bis zu 190.000 IOPS bis zu 210.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 110.000 IOPS bis zu 140.000 IOPS bis zu 120.000 IOPS bis zu 130.000 IOPS
Flash-Speicher Toshiba 15 nm Toggle DDR 2.0 MLC NAND, 128 Gbit
Controller Toshiba TC58NCP070GSB, 8 NAND-Channel
Cache ? 512 MB LPDDR3-1600 ?
Interface PCI Express 3.0 x4
Leistungsaufnahme 6,0 mW L1.2
6,0 Watt aktiv
6,0 mW L1.2
6,4 Watt aktiv
Formfaktor M.2 (Type 2280)
Abmessungen (L x B x H) 80 x 22 x 2,23 mm 80 x 22 x 3,58 mm
Gewicht 6,8 Gramm 7,2 Gramm 8,6 Gramm
Verschlüsselung keine
MTBF 1,5 Millionen Stunden
Haltbarkeit 74 TBW 148 TBW 296 TBW 592 TBW
Herstellergarantie 5 Jahre, Advanced Warranty Program
Preis (UVP) 119,99 Euro
139,99 Euro mit Adapter
159,99 Euro
194,99 Euro mit Adapter
279,99 Euro
314,99 Euro mit Adapter
769,99 Euro
799,99 Euro mit Adapter

Zotac Sonix: Schnelle SSD mit PCIe 3.0 x4 und NVMe

Zotac Logo

Die Auswahl an schnellen PCIe-SSDs im Endkundenhandel (nicht OEM) war für Enthusiasten bisher sehr begrenzt: Lediglich die Intel SSD 750 und die Samsung 950 Pro standen zur Auswahl. Mit der Zotac Sonix kommt nun eine dritte Option dazu.

Zotac ist hierzulande vor allem für Nvidia-Grafikkarten bekannt und erst kürzlich in den SSD-Markt eingestiegen. Die Zotac Sonix kommt als PCIe-Steckkarte (PCIe 3.0 x4) daher und ist mit einem Phison PS5007-E7 Controller ausgestattet. Damit ist die Zotac Sonix die erste SSD mit diesem Controller. Mushkin hatte bereits vor mehr als einem Jahr eine ähnliche SSD in Aussicht gestellt, welche aber bis heute nicht veröffentlicht wurde.

Zotac bewirbt die Sonix mit sequentiellen Transferraten von bis zu 2.600 MB/s beim Lesen und 1.300 MB/s beim Schreiben. Leistungswerte für den 4K-Bereich werden nicht genannt. Aktuell ist die Zotac Sonix nur mit einer Speicherkapazität von 480 GByte erhältlich, andere Varianten werden nicht geboten. Als Speicher kommt 15-nm-MLC-NAND-Flash von Toshiba zum Einsatz.

Die MTBF (Mean Time Between Failures) liegt laut Zotac bei 2,0 Millionen Stunden und die Haltbarkeit bei 698 TBW (Total Bytes Written). Die Zotac Sonix mit 480 GByte ist aktuell ab ca. 350 Euro erhältlich.

Hersteller
Serie
Zotac
Sonix
Kapazität 480 GByte
seq. Lesen bis zu 2.600 MB/s
seq. Schreiben bis zu 1.300 MB/s
Random Read 4KB
?
Random Write 4KB
?
Flash-Speicher Toshiba 15 nm MLC NAND
Controller Phison PS5007-E7, 8 NAND-Channel
Cache 512 MByte DDR3
Interface PCI Express 3.0 x4
Leistungsaufnahme 0,5 Watt Leerlauf
5,57 Watt Lesen
7,27 Watt Schreiben
Formfaktor PCIe-Steckkarte (HH/HL)
Abmessungen (L x B x H) 182 x 69 x 21 mm
Gewicht 400 Gramm
Verschlüsselung keine
MTBF 2,0 Millionen Stunden
Haltbarkeit 698 TBW
Herstellergarantie 3 Jahre
Preis ab 350 Euro

Plextor stellt M8Pe vor: PCIe 3.0 x4 und NVMe

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Wie erwartet hat Plextor auf der CES 2016 in Las Vegas die neue PCIe-SSD M8Pe offiziell vorgestellt. Neben einer PCIe-Version wird die SSD auch als kompaktes M.2-Modul verfügbar sein. Details über die Speicherkapazität hat Plextor nicht genannt. Das PCIe-Vorführexemplar hatte 1 TByte Speicher.

Im Vorfeld bereits bekannt war die Performance bei 4K-Zugriffen. Hier hat Plextor 270.000 IOPS lesend und 150.000 IOPS schreibend genannt. Die sequentiellen Transferraten wurden auf der CES mit bis zu 2.200 MB/s lesend und 1.500 MB/s schreibend beziffert. Sowohl die M.2- als auch die PCIe-Variante verfügen über einen Kühlkörper. Als Speicher kommt 15-nm-MLC-NAND von Toshiba zum Einsatz. Der verwendete Controller wurde zwar nicht explizit erwähnt, allerdings deuten alle Informationen auf den Marvell 88SS1093 (Codename Eldora) hin, welcher auch NVMe unterstützt.

Laut eigenen Aussagen soll die Plextor M8Pe im April 2016 verfügbar sein.

Samsung stellt neuen NVMe-Treiber bereit

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Während Samsung auf der CES 2016 in Las Vegas die ersten SSDs mit 4 TB Speicherkapazität angekündigt hat, wurde heute auch eine neue Version des eigenen NVMe-Treibers veröffentlicht.

Der neue Windows-Treiber trägt die Version 1.1 und unterstützt Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10, jeweils in der 32- als auch in der 64-Bit Version. Samsung gibt an, dass der Treiber explizit nur für die NVMe-SSD 950 Pro gedacht ist. Welche Änderungen und Neuerungen Version 1.1 mit sich bringt ist aktuell leider nicht bekannt.

Download Samsung NVMe Treiber für Windows (7, 8.1, 10)

Samsung-SSDs ab Sommer 2016 mit 4 TB

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Seit Sommer 2015 sind Samsungs 2,5-Zoll Consumer-SSDs (850 Evo und 850 Pro) mit 2 TByte Speicherkapazität erhältlich. Auf der CES 2016 in Las Vegas hat der Hersteller nun eine Kapazitätsverdopplung angekündigt. Demnach sollen die 850 Evo und 850 Pro ab dem Sommer 2016 mit 4 TByte verfügbar sein. Genauer gesagt soll die 850 Evo bereits ab Ende Juni erhältlich sein, während die 850 Pro SSD erst im dritten Quartal folgen soll.

Möglich wird die erhöhte Kapazität durch eine neue Generation des hauseigenen 3D-NANDs, welchen Samsung schlicht V-NAND nennt. Die mittlerweile dritte Generation wird aus 48 übereinandergeschichtete Lagen (Layer) bestehen. Die aktuelle zweite Generation kommt auf 32 Layer. Durch die Erhöhung der Zellschichten werden die neuen Flash-Dies auf 256 Gigabit (32 Gigabyte) anwachsen, was gegenüber dem aktuellen V-NAND einer Verdoppelung entspricht.

Samsung SSD 850 Evo

Samsung SSD 850 Evo (Bild: Samsung)

Hersteller
Serie
Samsung
SSD 850 Evo
Modell MZ-75E120B MZ-75E250B MZ-75E500B MZ-75E1T0B MZ-75E2T0B
Kapazität 120 GByte 250 GByte 500 GByte 1.000 GByte 2.000 GByte
seq. Lesen bis zu 540 MB/s
seq. Schreiben bis zu 520 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 94.000 IOPS bis zu 97.000 IOPS bis zu 98.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 88.000 IOPS bis zu 90.000 IOPS
Flash-Speicher Samsung 40 nm Toggle DDR 2.0 TLC (3D, 32 Lagen) NAND, 128 Gbit
Controller Samsung MGX, 4 NAND-Channel Samsung MEX, 8 NAND-Channel Samsung MHX, 8 NAND-Channel
Interface SATA 6Gb/s
Cache 256 MB LPDDR3 512 MB LPDDR3 1.024 MB LPDDR2 2.048 MB LPDDR3
Formfaktor 2,5 Zoll
Abmessungen (L x B x H) 100 x 69,85 x 6,8 mm
Gewicht Max. 66 Gramm
MTBF 1,5 Millionen Stunden
Haltbarkeit 75 TBW 150 TBW
Herstellergarantie 5 Jahre
Preis ab 66 Euro ab 80 Euro ab 159 Euro ab 315 Euro ab 679 Euro


Samsung SSD 850 Pro

Samsung SSD 850 Pro (Bild: Samsung)

Hersteller
Serie
Samsung
SSD 850 Pro
Modell MZ-7KE128BW MZ-7KE256BW MZ-7KE512BW MZ-7KE1T0BW MZ-7KE2T0BW
Kapazität 128 GByte 256 GByte 512 GByte 1.024 GByte 2.048 GByte
seq. Lesen bis zu 550 MB/s
seq. Schreiben bis zu 470 MB/s bis zu 520 MB/s bis zu 470 MB/s
Random Read 4KB QD1 bis zu 10.000 IOPS
Random Write 4KB QD1 bis zu 36.000 IOPS
Random Read 4KB QD32 bis zu 100.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 90.000 IOPS
Flash-Speicher Samsung 40 nm Toggle DDR 2.0 MLC (3D, 32 Lagen) NAND, 86 Gbit 128 Gbit
Controller Samsung MEX, 8 NAND-Channel Samsung MHX, 8 NAND-Channel
Interface SATA 6Gb/s
Cache 256 MB LPDDR3 512 MB LPDDR3 1.024 MB LPDDR2 2.048 MB LPDDR3
Formfaktor 2,5 Zoll
Abmessungen (L x B x H) 100 x 69,85 x 6,8 mm
Gewicht Max. 66 Gramm
MTBF 2,0 Millionen Stunden 1,5 Millionen Stunden
Haltbarkeit 150 TBW 300 TBW
Herstellergarantie 10 Jahre
Preis ab 85 Euro ab 124 Euro ab 223 Euro ab 429 Euro ab 875 Euro

Plextor M8Pe mit NVMe und PCIe 3.0 x4

Plextor Logo

Plextor wird auf der CES 2016 in Las Vegas die neue PCIe-SSD M8Pe vorstellen. Wie der Vorgänger in Form der Plextor M6e Black Edition wird auch die neue SSD als M.2-Modul daherkommen, welches allerdings fest auf einer PCIe-Adapter-Karte verbaut sein wird. Neben einer besseren Kühlung soll dadurch zugleich die Kompatibilität erhöht werden. Neu ist hingegen die Unterstützung von PCIe 3.0 x4 und NVMe.

Gemäß PCWorld soll die Performance der Plextor M8Pe bei zufälligen 4K-Zugriffen 270.000 IOPS lesend und 150.000 IOPS schreibend erreichen. Die sequentiellen Transferraten sind noch nicht bekannt. Ebenso wenig existieren Informationen zum verwendeten Controller. Die endgültigen technischen Daten werden höchstwahrscheinlich in wenigen Tagen auf der CES veröffentlicht werden. Erhältlich sein wird die M8Pe voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2016.

Die bereits seit längerem erwartete Plextor M7e sollte ursprünglich im dritten Quartal 2015 erscheinen und als Nachfolger der M6e und M6e Black Edition fungieren. Laut unbestätigten Gerüchten soll sie aber komplett gestrichen worden sein, da die Performance aufgrund der geplanten vier PCIe-2.0-Lanes bereits zum Start nicht konkurrenzfähig gewesen wäre.

SFF-8639 zu U.2 umbenannt

Auf der Computex 2015 hat Intel angekündigt, dass der bisher als SFF-8639 bekannte Anschluss zukünftig unter dem Namen U.2 geführt werden soll. Offensichtlich hat sich die SSD Form Factor Working Group (SFFWG) dazu entschlossen, den recht technischen Begriff SFF-8639, mit dem deutlich einfacheren Namen U.2 zu versehen. Der neue Name passt damit auch gut zum bereits etablierten M.2-Anschluss. Die SSD Form Factor Working Group wurde von Dell, EMC, Fujitsu, IBM und Intel ins Leben gerufen, um Standards für PCIe-basierte SSDs zu entwickeln.

SFF-8639 war ursprünglich für das Enterprise-Segment konzipiert, drängt aber seit einigen Monaten auch stark in den Consumer-Bereich. Hauptgrund dafür ist SATA Express, welches maximal zwei PCIe-3.0-Lanes erlaubt und für schnelle NVMe-SSDs im 2,5-Zoll-Format bereits jetzt zu langsam ist. Als Alternative wurde dann auf SFF-8639 zurückgegriffen, was mit SATA Express zwar mechanisch identisch ist, aber dank anderer Belegung der Pins vier PCIe-3.0-Lanes bereitstellt. Dadurch ergibt sich auch der wohl größte Nachteil von U.2: Die Kabel sind im Vergleich zu SATA Express deutlich teurer, da bei U.2 speziell abgeschirmte Kabel benötigt werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass derzeit nur einige wenige Consumer-Mainboards von ASUS über einen U.2-Anschluss verfügen. Nichtsdestotrotz ist U.2 auf einem guten Weg SATA Express komplett links liegen zu lassen, welcher durch die Vorstellung der Intel SSD 750 Series noch einmal verbessert wurde.

Sicherlich werden viele zukünftige PCIe-SSDs nach wie vor auf M.2 setzen. Dieser ist jedoch aufgrund seiner physischen Einschränkungen nicht immer die erste Wahl. Beispielsweise bringt M.2 Probleme für SSDs mit großen Kapazitäten oder bei hoher Abwärme. Hier werden zukünftig höchstwahrscheinlich direkt SSDs mit PCIe-Interface oder 2,5-Zoll-SSDs mit U.2-Anschluss zum Einsatz kommen. Die nächsten ein bis zwei Jahre werden zeigen, wie sich das Thema weiterentwickelt. Bereits jetzt existieren Adapter von ASUS, ASRock, Gigabyte und MSI, welche in eine vorhandene M.2-Schnittstelle gesteckt werden und eine U.2-Schnittstelle bereitstellen. Die entsprechenden Adapter-Karten sind ab rund 20 Euro erhältlich.

2018 kommen die ersten SSDs mit 128 TByte

Toshiba Logo

Während die größten Consumer-SSDs aktuell 2 TByte fassen, sind die Modelle im Enterprise-Segment deutlich weiter. Erst vor wenigen Tagen hat der Speicherhersteller Samsung auf dem Flash Memory Summit 2015 die bis dato größte SSD der Welt vorgestellt. Die PM1633a bietet eine maximale Gesamtkapazität von sagenhaften 16 TByte. Hier kann selbst die größte HDD nicht mithalten, die aktuell in Form der HGST Ultrastar Archive Ha10 auf eine Speicherkapazität von 10 TByte kommt.

Auf dem Flash Memory Summit 2015 hat Toshiba einen kleinen Ausblick gegeben, wie sich der Hersteller die Zukunft von Flash-Speicher vorstellt. Demnach soll sich die Kapazität bei SSDs in den kommenden drei Jahren jährlich verdoppeln. Im Jahr 2018 könnte der Toshiba-Roadmap zufolge bereits SSDs mit 128 TByte erscheinen. Diese werden dann höchstwahrscheinlich bereits auf Speicherchips mit 4 Bit pro Zelle (QLC-NAND) setzen. Diese optimistischen Angaben dürften allerdings nur auf die teuren Enterprise-Modelle zutreffen.

Ausgehend von den aktuell größten Consumer-SSDs könnten Privatanwender im Jahr 2018 auf SSDs mit einer Kapazität von 16 TByte hoffen. Herkömmliche Festplatten könnten zu diesem Zeitpunkt circa 20 TByte groß sein. Nichtsdestotrotz stellt sich aber auch die Frage, ob die Preise bei den Consumer-SSDs in den kommenden Jahren weiter so rasant sinken werden, wie in der Vergangenheit. Bedingt durch einen schnellen Größengewinn könnte dies aber durchaus realistisch sein.

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