Linux-Kernel 3.13 bringt Unterstützung für schnelle SSDs

Durch den neuen “Multi-Queue Block IO Queueing Mechanism” soll Linux besser für besonders schnelle Datenträger optimiert werden. Dies betrifft alle Datenträger, die mehr IOPS als aktuelle Desktop-SSDs liefern, beispielsweise PCIe-SSDs oder NVMe-Hardware. Außerdem soll dadurch das Design von Storage-Treiber erleichtern werden.

Der bisherige Block Layer wurde mit dem Kernel 2.6.10 eingeführt und dient als Schnittstelle zwischen Linux-Kernel und Datenträgertreiber. Da er fast schon neun Jahre alt ist, wurde eine Neuentwicklung dringend notwendig. Anders als die Block-Layer-Funktion verteilt das neue “blk-mq”-Framework die Arbeit auf mehrere Warteschlangen (Queues). Damit werden die Aufgaben gleichzeitig auf die verfügbaren CPU-Kerne verteilt, wodurch erst das Potenzial der schnelleren Datenträger nutzbar wird.

Zur Nutzung des neuen “Multi-Queue Block IO Queueing Mechanism” müssen allerdings auch die Treiber angepasst werden. Aktuell wird das neue Framework nur vom “virtio-blk” Treiber verwendet, welcher beim Einsatz von virtuellen Maschinen Verwendung findet. Weitere Treiber sollen im Kernel 3.14 folgen. Auch Treiber für herkömmliche Festplatten und SSDs sollen durch die neue Infrastruktur profitieren.

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Crucial m500 mit 480 GB für 212 Euro

Bei Media Markt gibt es die Crucial m500 mit 480 GByte aktuell für 222 Euro. Das ist wirklich ein sehr guter Preis, denn bei anderen Anbietern kostet die SSD ca. 250 Euro.

Wie üblich hat auch Amazon nachgezogen und bietet die Crucial m500 mit 480 GByte ebenfalls für 222 Euro an. Mit der 10-Euro-Facebook-Aktion kann die SSD demnach schon für 212 Euro erworben werden!

Crucial CT480M500SSD1 interne SSD 480GB (6,4 cm (2,5 Zoll), 256MB Cache, SATA III) schwarz

Preis: EUR 205,10 | 82 gebraucht & neu ab EUR 173,25

4.7 von 5 Sternen (304 Kundenbewertungen)

trimcheck überprüft ob TRIM funktioniert

Vor mehr als einem Jahr habe ich hier eine neue Methode beschrieben, wie man herausfinden kann ob TRIM funktioniert. Mittlerweile existiert das Tool “trimcheck“, welches diese Methode automatisiert und dem Benutzer damit viel Arbeit und Zeit erspart. Auch unerfahrene Anwender können damit einfach herausfinden, ob TRIM auf dem PC funktioniert oder nicht.

Nachdem das Tool heruntergeladen wurde, muss es auf die zu testende Festplatte kopiert werden und von dort mit Administratorrechten ausgeführt werden.


Nach kurzer Wartezeit hat das Tool alle nötigen Vorarbeiten erledigt und wird mit “Enter” beendet. Anschließend wird das Tool erneut geöffnet und analysiert, ob TRIM auf der Festplatte aktiv ist oder nicht.


Download trimcheck

SATA Express doch nicht in 9er-Chipsätzen von Intel

SATA Logo

Bisher deutete alles darauf hin, dass Intel mit den kommenden 9er-Chipsätzen erstmals SATA Express unterstützen würde. Laut der chinesischen VR-Zone wurden die Pläne jetzt aber offenbar geändert. Nach neuesten Informationen soll es keine Validierung von SATA Express für die Intel 9er Chipsätze geben. Gründe für das Umdenken sind nicht bekannt.

Gleichzeitig wird als Termin für den neuen Z97-Chipsatz das vierte Quartal 2014 genannt. Bisherige Annahmen sind von Mitte 2014 ausgegangen.

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PCI-Express-SSD ASUS RAIDR Express nun offiziell

Bereits auf der CES 2013 hat ASUS die “RAIDR Express” präsentiert, allerdings ohne weitere Details zu nennen. Mittlerweile hat ASUS weitere Informationen und die Verfügbarkeit der SSD mit PCI–Schnittstelle bekannt gegeben.

Entgegen dem Standard setzt die ASUS RAIDR Express SSD nicht auf ein SATA-Interface, sondern wird an einem PCI-Express-2.0-x4-Slot betrieben. Davon werden jedoch nur zwei PCIe-Lanes zur Datenübertragung genutzt. Dadurch können auch die hohen Übertragungsraten von 830 MB/s beim Lesen und 810 MB/s beim Schreiben erreicht werden. Die IOPS beim Lesen und Schreiben von 4K-Blöcken werden mit 100.000 angegeben. Als Controller kommen zwei LSI SandForce SF-2281 zum Einsatz, die als RAID 0 zusammengeschaltet werden. Der MLC-Flash-Speicher stammt von Toshiba und wird in 19 Nanometer-Technik gefertigt.

Das direkte Booten von PCI-Express-Laufwerken ist erst mit UEFI möglich. Mit der RAID Express hat ASUS diesen Nachteil aber gelöst. So soll die SSD auch mit klassischem BIOS bootfähig sein. An der Seite der SSD ist ein Schalter angebracht, mit dem die gewünschte Firmware (BIOS- oder UEFI-Modus) eingestellt werden kann. IM BIOS-Modus meldet sich die RAID Express wie ein herkömmliches Laufwerk an. Durch den etwas komplizierteren Initialisierungsvorgang im BIOS dauert der Bootvorgang etwas länger, Nachteile im Betrieb sollen sich dadurch aber nicht ergeben.

Die ASUS RAIDR Express kommt in zwei verschiedenen Versionen mit 120 und 240 GByte Speicherkapazität auf den Markt. Die größere Variante kostet aktuell 314 Euro, die 120-GB-Version ist noch nicht gelistet.

Hersteller
Serie
ASUS
RAIDR Express
Kapazität 240 GByte
seq. Lesen bis zu 830 MB/s
seq. Schreiben bis zu 810 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 100.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 100.000 IOPS
Flash-Speicher Toshiba MLC NAND 19 nm
Controller 2x LSI SandForce SF-2281
Interface PCI Express 2.0 x2
Abmessungen (L x B x T) 157 x 120 x 20 mm
Gewicht 243 Gramm
MTBF 0,62 Millionen Stunden

Samsung stellt neue 840 EVO SSD vor

Samsung Logo

Auf der diesjährigen “Samsung SSD Global Summit 2013” in Korea hat der Hersteller die neue 840 EVO SSD vorgestellt. Der Nachfolger der SSD 840, welche letztes Jahr vorgestellt wurde, wird mit 120, 250, 500, 750 GByte und 1 TByte auf den Markt kommen. Die 840 EVO ist mit 19-nm-TLC-NAND bestückt, beim Vorgänger kommt noch TLC-NAND mit 21 nm Strukturbreite zum Einsatz. Auch der Controller bekommt ein Update spendiert und läuft unter dem Namen MEX (Vorgänger: MDX). Der verbaute ARM Cortex-R4 arbeitet nun mit 400 MHz statt wie bisher mit 300 MHz. Neu ist ebenfalls das Feature “Dynamic Thermal Guard”. Sobald die Temperatur der SSD 70 °C übersteigt, wird die SSD gedrosselt, bis sich die Temperatur wieder im normalen Bereich befindet. Die 840 EVO SSD ist 7 Millimeter hoch und verfügt über eine SATA 6Gb/s Schnittstelle.

Im Vergleich zur SSD 840 Series soll die 840 EVO vor allem bei der Schreibperformance deutlich zulegen. Samsung gibt bis zu 520 MB/s beim Schreiben an. Das kleinste Modell mit 120 GByte soll immerhin auf 410 MB/s kommen. Die Geschwindigkeit beim sequentiellen Lesen beträgt für alle Varianten 540 MB/s. Die höhere Performance kommt teilweise durch eine optimierte Firmware sowie den neuen Controller. Der andere Teil soll durch die neue “Turbo Write”-Technik kommen. Dabei wird ein Bereich das Flash-Speichers als Pseudo-SLC-NAND angesteuert und fungiert somit als zusätzlicher Cache zwischen DRAM-Cache und Flash-Speicher. Ein ähnliches Konzept kommt auch bei der SanDisk Extreme II zum Einsatz.

Bei den Preisen hat Samsung bisher nur die US-Preise veröffentlicht:

  • 120 GByte: 109,99 US-Dollar
  • 250 GByte: 189,99 US-Dollar
  • 500 GByte: 369,99 US-Dollar
  • 750 GByte: 529,99 US-Dollar
  • 1 TByte: 649,99 US-Dollar

Die neuen Samsung 840 EVO SSDs sollen ab August erhältlich sein. Die Garantie beträgt drei Jahre.

Hersteller
Serie
Samsung
840 EVO
Kapazität 120 GByte 250 GByte 500 GByte 750 GByte 1 TByte
seq. Lesen bis zu 540 MB/s
seq. Schreiben bis zu 410 MB/s bis zu 520 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 94.000 IOPS bis zu 97.000 IOPS bis zu 98.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 35.000 IOPS bis zu 66.000 IOPS bis zu 90.000 IOPS
Flash-Speicher 19 nm MLC NAND
Cache 256 MByte 512 MByte 1.024 MByte
Controller Samsung MEX (ARM Cortex-R4 400 MHz)
Interface SATA 6Gb/s
Formfaktor 2,5 Zoll, 7,0 mm Bauhöhe
Herstellergarantie 3 Jahre

Intel bringt SATA Express in 9er-Chipsätzen

SATA Logo

Wie bereits im April 2013 berichtet, wird Intel die kommenden 9er-Chipsätze (Codename “Wildcat Point”) höchstwahrscheinlich mit SATA Express ausstatten. Die neuen Chipsätze sollen Mitte 2014 zusammen mit dem Haswell-Refresh erscheinen. Einziger Unterschied zu den aktuellen Chipsätzen ist dabei die Unterstützung von SATA Express. Ansponsten sollen sie komplett identisch sein.

SATA Express ist Teil der SATA-Spezifikation 3.2, die bereits seit Herbst 2011 in Entwicklung ist. Gegenüber dem aktuellen SATA 6Gb/s sieht der neue Standard Geschwindigkeiten mit 8 und 16 Gbit/s vor.

SanDisk Extreme II SSD mit Marvell-Controller

SanDisk Logo

Auch SanDisk hat mit der Extreme II SSD auf der Computex 2013 eine neue SSD präsentiert. Wie viele andere Hersteller setzt SanDisk nicht mehr auf einen Controller von LSI SandForce, sondern verbaut einen Marvell-Controller. Genauer gesagt den 88SS9187, welcher auch bereits bei der Crucial M500 oder der Plextor M5 Pro zum Einsatz kommt. Die SSD wird in den drei Speicherkapazitäten 120, 240 sowie 480 GByte angeboten und ist selbstverständlich mit einer SATA-6-Gb/s-Schnittstelle ausgestattet.

SanDisk gibt die maximalen Übertragungsraten mit bis zu 550 MB/s lesend und bis zu 510 MB/s schreibend an. Die genauen Daten lassen sich der unten stehenden Tabelle entnehmen. Die MTBF liegt bei 2,0 Millionen Stunden und die Haltbarkeit soll 80 TBW betragen. Die guten Daten werden durch eine fünfjährige Herstellergarantie unterstrichen.

Als Speicher kommt MLC-NAND in 19 nm zum Einsatz. Außerdem setzt SanDisk bei der Extreme II SSD erstmals die nCache-Technologie ein. Dahinter verbirgt sich zusätzlicher 19-nm-SLC-NAND, welcher sich zwischen dem DDR-DRAM-Cache und dem Massenspeicher aus MLC-NAND befindet. Durch den “zweistufigen Cache” sollen vor allem zufällige Schreiboperationen beschleunigt werden.

Die neue SanDisk Extreme II soll ab sofort weltweit erhältlich sein. Als unverbindliche Preisempfehlung wird 119,99 Euro (120 GB), 209,99 Euro (240 GB) bzw. 399,99 Euro (480 GB) genannt.

Hersteller
Serie
SanDisk
Extreme II SSD
Kapazität 120 GByte 240 GByte 480 GByte
seq. Lesen bis zu 550 MB/s bis zu 545 MB/s
seq. Schreiben bis zu 340 MB/s bis zu 510 MB/s bis zu 500 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 91.000 IOPS bis zu 95.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 74.000 IOPS bis zu 78.000 IOPS bis zu 75.000 IOPS
Flash-Speicher 19 nm MLC NAND
Controller Marvell 88SS9187
Interface SATA 6Gb/s
Formfaktor 2,5 Zoll
Abmessungen (L x B x H) 100,5 x 69,85 x 7,0 mm
MTBF 2,0 Millionen Stunden
Haltbarkeit 80 TBW
Herstellergarantie 5 Jahre

 

ADATA zeigt SX920 auf der Computex 2013

ADATA Logo

Auf der derzeit stattfindenden Computex 2013 in Taipeh hat ADATA eine neue SSD gezeigt. Mit der SX920 setzt ADATA erstmals auf einen Controller aus dem Hause Marvell. Die 2,5 Zoll große SSD ist nur 7 mm dick und wird in den Größen 128, 256 und 512 GByte auf den Markt kommen. Der verwendete MLC-Flash-Speicher stammt aus der 19nm-Fertigung. Die maximalen sequentiellen Übertragungsraten werden mit 530 MB/s beim Lesen und 480 MB/s beim Schreiben beziffert. Außerdem nennt ADATA 80.000 IOPS bei zufälligen 4K-Schreibzugriffen. Die MTBF ist mit 1,5 Millionen Stunden angegeben und die Garantie beträgt 3 Jahre.

Aktuell existiert für die ADATA SX920 noch kein offizieller Starttermin und auch der Preis ist noch unbekannt.

ADATA SX920

ADATA SX920 (Quelle: TechPowerUp)

Vorteile von SSDs gegenüber HDDs (normale Festplatten)

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Solid State Drives (SSDs) werden immer beliebter und sind schon in vielen Desktop-PCs und Notebooks zu finden. Mit weiter fallenden Preisen werden SSDs vermutlich auch bald schon in günstigeren Fertig-PCs Einzug halten. Doch wo genau liegen die Vorteile von SSDs gegenüber herkömmlichen Festplatten (HDDs)?

Hohe Geschwindigkeit

Aktuelle SSDs sind ein Vielfaches schneller als normale Festplatten. Die Datentransferraten sind sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben deutlich höher. Dies spiegelt sich auch im Alltagsgebrauch in einer besseren Gesamtperformance wider. Egal ob beim Starten des Betriebssystems oder von Anwendungen, bei der Installation oder beim Lesen, Schreiben und Kopieren von großen Datenmengen, alles funktioniert mit einer SSD deutlich schneller und flüssiger. Nervige Wartezeiten entfallen bei SSDs fast vollständig.

Geringe Zugriffszeiten

Ein großer Teil der höheren Performance ist auch den geringen Zugriffszeiten zu verdanken. SSD besitzen üblicherweise eine Zugriffszeit deutlich unter einer Millisekunde. Herkömmliche Festplatten sind mit durchschnittlich 10-20 Millisekunden rund 100-mal langsamer. Am besten lassen sich die geringen Zugriffszeiten beim Starten des Betriebssystems beobachten. Aber auch der Start von Anwendungen kann enorm profitieren.

Keine mechanischen Bauteile

SSDs kommen ohne mechanische Bauteile aus. Aus diesem Grund sind SSDs deutlich robuster gegenüber äußeren Einwirkungen als HDDs. Beispielsweise sind SSDs deutlich weniger stoßanfällig und können unter einer größeren Temperaturspanne betrieben werden. Auch die allgegenwärtige Gefahr einer defekten Mechanik (Motor, Schreib-/Leseköpfe) ist nicht vorhanden.

Geringer Stromverbrauch

Der Stromverbrauch von SSDs ist im Normalfall deutlich niedriger als bei herkömmlichen Festplatten. In Notebooks wirkt sich das positiv auf die Akkulaufzeit aus. Gleichzeitig werden die SSDs auch nicht sehr warm.

Geringe Wärmeentwicklung

Die geringe Wärmeentwicklung ergibt sich aus dem niedrigen Stromverbrauch. Dadurch bleibt das gesamte System kühler. Vor allem bei Notebooks ist die geringere Wärme ein großer Pluspunkt.

Geräuschlos

Durch die fehlenden beweglichen Teile sind SSDs vollkommen geräuschlos. Genauso wie USB-Sticks.

Geringes Gewicht und kompakte Abmessungen

SSDs sind deutlich kleiner und leichter als herkömmliche Festplatten. Neben der Standardgröße von 2,5 Zoll sind mittlerweile auch einige 1,8-Zoll-SSDs erhältlich. Auch 2,5-Zoll-Modelle mit geringer Bauhöhe speziell für flache Notebooks sind verfügbar.

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