OS X 10.10.3 bringt Unterstützung für NVM Express

Mit dem letzten Yosemite-Update 10.10.3 hat Apple überraschenderweise die Unterstützung für NVM Express (NVMe) nachgerüstet. Vorerst profitiert allerdings nur das neue MacBook mit Retina-Display davon. Nach dem Update nutzt es NVMe anstatt der alten AHCI-Schnittstelle.

NVM Express 1.0 wurde 2011 als neue Schnittstellenspezifikationen für den Einsatz von NAND-Speicher am PCIe-Interface verabschiedet. Das ursprünglich für herkömmliche Magnetfestplatten entwickelte AHCI funktioniert zwar auch bei schnellen SSDs, schränkt aber die maximale Leistungsfähigkeit ein. Hauptvorteil von NVMe im direkten Vergleich mit AHCI ist die niedrigere Latenz. Außerdem bietet NVMe eine bessere Unterstützung für CPUs mit mehreren Kernen und die Warteschlange wurde verbessert. So liegt die maximale Queue-Tiefe bei 64K und es existieren optimierte Algorithmen zur Bestimmung der Abarbeitungsreihenfolge.

Microsoft bietet bereits seit Windows 8.1 beziehungsweise Windows Server 2012 R2 native Unterstützung für NVMe. Für Windows 7 bzw. Windows Server 2008 R2 wurden entsprechende Treiber per Update nachgereicht. Der Linux-Kernel bietet seit Version 3.3 NVMe-Unterstützung.

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