Samsung NVMe-Treiber Version 2.1 veröffentlicht

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Samsung hat den hauseigenen NVMe-Treiber auf Version 2.1 aktualisiert. Die neue Version soll vor allem die Leistungsaufnahme im Leerlauf unter Windows 10 verringern. Außerdem wurde ein Fehler beim Herunterfahren von Windows 8.1 und Windows 10 behoben.

Der Treiber ist für Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10 erhältlich. Unerklärlicherweise hat Samsung ein Download-Limit gesetzt, d.h. die neue Treiberversion kann innerhalb eines Tages nur begrenzt oft heruntergeladen werden. Aus diesem Grund nachfolgend ein Mirror.

Download Samsung NVMe Treiber für Windows (7, 8.1, 10)
Download Samsung NVMe Treiber für Windows (7, 8.1, 10) MIRROR

Western Digital stellt erste NVMe-SSD vor

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Auf der CES 2017 in Las Vegas hat Western Digital die erste NVMe-SSD aus eigenem Hause präsentiert. Die WD Black PCIe SSD soll Transferraten von bis zu 2.050 MB/s erreichen und im ersten Halbjahr 2017 erscheinen. Im Oktober 2016 hat der Hersteller mit der WD Green und WD Blue die ersten eigenen SATA-SSDs vorgestellt.

Die Black-Version kommt im M.2-Formfaktor daher (2280) und ist mit Kapazitäten von 256 und 512 GByte geplant. Als Schnittstelle kommt PCIe 3.0 x4 zum Einsatz. Die Übertragungsraten werden von WD mit 2.050 MB/s beim sequenziellen Lesen und 800 MB/s beim sequenziellen Schreiben beziffert. Der verbaute Controller wurde nicht genannt. Einige Hinweise deuten jedoch an, dass es sich um den Marvell 88SS1093 handeln könnte, welcher bereits bei der Plextor M8Pe zum Einsatz kommt. Auch zum verwendeten Flash-Speicher wurden keine Angaben gemacht.

Die Haltbarkeit des Flash-Speichers wird mit 80 bzw. 160 Terabytes Written (TBW) angegeben und die MTTF (Mean Time To Failure) mit 1,75 Millionen Stunden. Bei der Garantie lässt sich WD nicht lumpen und bietet fünf Jahre. Preislich dürfte die WD Black PCIe sehr interessant werden, denn die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 119 (256 GB) bzw. 219 Euro (512 GB). Üblicherweise liegen die Straßenpreise unter der UVP. In den USA ist die SSD bereits jetzt für 109,99 respektive 199,99 US-Dollar vorbestellbar. Als Liefertermin wird der 14. Februar angegeben. In Deutschland soll die SSD später erscheinen, WD gab lediglich im ersten Halbjahr an.

WD Black PCIe SSD (Bild: WD)

WD Black PCIe SSD (Bild: WD)

Hersteller
Serie
Western Digital
Black PCIe
Kapazität 256 GByte 512 GByte
seq. Lesen (ATTO)
bis zu 2.050 MB/s
seq. Schreiben (ATTO)
bis zu 700 MB/s bis zu 800 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 170.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 130.000 IOPS bis zu 134.000 IOPS
Flash-Speicher ?
Controller ?
Cache ?
Interface PCIe 3.0 x4, NVMe
Formfaktor M.2 (80 mm)
Abmessungen (L x B x H) 80 mm x 22 mm x 2,23 mm
Gewicht 7,2 g
Verschlüsselung ?
MTTF 80 TBW 160 TBW
Haltbarkeit 1,75 Millionen Stunden
Herstellergarantie 5 Jahre
Preis (UVP) 119,00 Euro 219,00 Euro

Samsung NVMe-Treiber in Version 2.0 erhältlich

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Kurz nach der Vorstellung der beiden neuen SSD-Serien 960 EVO und 960 Pro hat Samsung einen neuen NVMe-Treiber veröffentlicht.

Der neue Treiber trägt die Versionsnummer 2.0 und ist für Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10 gedacht, sowohl in der 32- als auch in der 64-Bit Version. Als Neuerung gibt Samsung lediglich die Unterstützung der beiden neuen NVMe-SSDs 960 EVO und 960 PRO an. Ansonsten unterstützt der Treiber offiziell noch die 950 PRO, er sollte allerdings auch mit der SM951 NVMe zusammenarbeiten. Bei Verwendung der neuen NVMe-SSDs in Kombination mit dem SSD-Tool Samsung Magician in Version 5.0 wird die aktuelle Treiberversion 2.0 zwingend vorausgesetzt.

Download Samsung NVMe Treiber für Windows (7, 8.1, 10)

Crucial Storage Executive 3.38 bringt FlexCap-Feature

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Bereits Anfang Dezember 2016 wurde das SSD-Tool „Crucial Storage Executive“ in der neuen Version 3.38 veröffentlicht. Neben der Unterstützung für RAID-Controller kann die neue Version erstmals mit der OEM-SSD Micron 1100 und der Enterprise SSD Micron 5100 umgehen. Des Weiteren kam ein neues Feature namens „FlexCap“ hinzu.

Dabei handelt es sich um eine Alternative zum manuellen Over-Provisioning. Over-Provisioning ist kurz gesagt der Unterschied zwischen dem physikalisch verbautem Flash-Speicher und der nutzbaren Speicherkapazität. Alle SSDs verfügen von Haus aus über ein bestimmtes Over-Provisioning. Dieses steht ausschließlich dem SSD-Controller zur Verfügung und wird unter anderem für die Garbage Collection, das Wear Leveling und das Bad-Block-Management verwendet. Beim manuellen Over-Provisioning wird ein unpartitionierter Bereich am Ende der SSD als zusätzlicher Speicher zur Verfügung gestellt.

FlexCap geht einen etwas anderen Weg und benötigt daher keinen unpartitionierten Bereich. Vielmehr passt das Feature die zur Verfügung stehende Speicherkapazität an. Dies hat den Vorteil, dass sich die SSD mit der neuen Speicherkapazität direkt am Betriebssystem meldet und kein unpartitionierter Bereich notwendig ist. Die verbleibende Speicherkapazität der SSD muss mindestens 1 GByte betragen, ansonsten kann theoretisch der komplette Speicher dem Over-Provisioning zugeführt werden. Beim Einrichten des FlexCap-Features werden alle Daten von der SSD gelöscht, daher solltet ihr vorher auf alle Fälle ein Backup anfertigen. Laut Crucial ist FlexCap nur bei „unterstützten Laufwerken“ verfügbar, wobei allerdings keine weiteren Informationen gegeben werden. Bei einer Crucial MX200 funktioniert das Feature nicht.

Download Crucial Storage Executive

Crucial Storage Executive - FlexCap

Corsair Force MP500: NVMe-SSD mit PCIe 3.0 x4

Mit der Corsair Force MP500 hat der amerikanische Hersteller erstmals eine schnelle NVMe-SSD mit PCIe 3.0 x4 vorgestellt. Die neue High-End-SSD rundet das SSD-Portfolio nach oben hin ab.

Die neue SSD kommt im M.2-Format (2280) daher und setzt auf Phisons PS5007-Controller. Beim Speicher kommt 15-nm-MLC-NAND-Flash von Toshiba zum Einsatz. Damit ähnelt die MP500 sehr stark der Zotac Sonix und der Patriot Hellfire. Die Performance gibt Corsair mit maximal 3.000 MB/s lesend sowie 2.400 MB/s schreibend an. Diese Werte beziehen sich allerdings auf komprimierbare Daten (ATTO-Benchmark). Unter CrystalDiskMark und nicht komprimierbaren Zufallsdaten sollen immerhin noch 2.800 MB/s beim Lesen und 1.500 MB/s beim Schreiben erreicht werden. Die maximalen IOPS werden mit 250.000 lesend und 210.000 schreibend beziffert.

Die Corsair Force MP500 soll ab sofort mit den drei Speicherkapazitäten 120, 240 und 480 GByte verfügbar sein. Als UVP nennt Corsair 119,90 Euro (120 GB), 179,90 Euro (240 GB) und 349,90 Euro (480 GB). Gleichzeitig betont man aber, dass die Straßenpreise deutlich darunter liegen sollen. Die Garantie beträgt drei Jahre und die Haltbarkeit des Flash-Speichers wird mit 175, 349 bzw. 640 Terabytes Written (TBW) angegeben.

Hersteller
Serie
Corsair
Force MP500
Kapazität 120 GByte 240 GByte 480 GByte
seq. Lesen (ATTO)
bis zu 3.000 MB/s
seq. Schreiben (ATTO)
bis zu 2.400 MB/s
seq. Lesen (CDM)
bis zu 2.300 MB/s bis zu 2.800 MB/s
seq. Schreiben (CDM)
bis zu 1.400 MB/s bis zu 1.500 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 150.000 IOPS bis zu 250.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 90.000 IOPS bis zu 210.000 IOPS
Flash-Speicher Toshiba 15 nm Toggle DDR 2.0 MLC NAND
Controller Phison PS5007-E7, 8 NAND-Channel
Cache 256 MB DDR3 512 MB DDR3 1.024 MB DDR3
Interface PCIe 3.0 x4, NVMe
Leistungsaufnahme aktiv typisch 4,44 W 4,89 W 6,92 W
Leistungsaufnahme Leerlauf 0,40 W
Leistungsaufnahme DevSleep (L1.2) 5 mW
Formfaktor M.2 (80 mm)
Verschlüsselung keine
Haltbarkeit 175 TBW 349 TBW 640 TBW
Herstellergarantie 3 Jahre
Preis (UVP) 119,90 Euro 179,90 Euro 349,90 Euro

Samsung Magician 5.0 mit neuem Aussehen und weniger Funktionen

Vor wenigen Tagen hat Samsung eine neue Version des SSD-Tools Magician veröffentlicht. Die größte Änderung von Version 5.0 ist eine neue Oberfläche, die einfacher und übersichtlicher daherkommen soll. Leider fehlen im Samsung Magician 5.0 aber einige Funktionen der Vorgängerversionen.

Neben der überarbeiteten Benutzeroberfläche bietet Version 5.0 auch Unterstützung für die beiden neuen SSD-Serien 960 EVO und 960 Pro. Damit diese erkannt werden, wird allerdings der Samsung NVMe-Treiber 2.0 benötigt. Alle älteren Samsung-Consumer-SSDs werden nach wie vor unterstützt.

Die neue Oberfläche sieht modern aus, lässt aber auch einige Funktionen vermissen. So finden sich weder die Option zur Anpassung des Over-Provisioning noch die Verschlüsselungsoptionen in der neuen Version wider. Des Weiteren sind auch die neu angekündigten Features „Secure File Erase“ und „Magic Vault“ noch nicht enthalten. Laut Samsung verzögern sich diese und sollen Anfang Januar in einer neuen Version folgen. Zu den zwei fehlenden Features äußerste sich das Unternehmen nicht. Wer diese Funktionen also zwingend benötigt, sollte Samsung Magician vorerst nicht updaten.

Download Samsung Magician

Samsung Magician 5.0

Crucial MX300 erhält Firmware-Update M0CR040

Ende Juli 2016 hat Crucial die MX300 SSD vorgestellt, die im Unterschied zur MX100 und MX200, erstmals mit TLC-NAND ausgestattet ist. Die Performance der MX300 ist im direkten Vergleich mit den Vorgänger-SSDs eher enttäuschend. Das vor wenigen Tagen veröffentlichte Firmware-Update M0CR040 hebt die Performance ein wenig an. Vor allem die teilweise unbeständige und schwankende Leistung wurde mit der neuen Firmware ausgemerzt. Computerbase hat die MX300 mit der Firmware M0CR040 erneut durch den Testparcours geschickt und konnte dies bestätigen.

Gemäß dem Changelog wurde die sequentielle Lesegeschwindigkeit der 2-TByte-Variante verbessert. Ansonsten bietet die neue Firmware vor allem diverse Stabilitätsverbesserungen und eine verbesserte Fehlerbehandlung. Darüber hinaus wurden potenzielle Befehlstimeouts behoben, die auftraten, wenn der SSD-Controller wegen zu hoher Wärme gedrosselt war.

Die Installation erfolgt wahlweise mit dem Crucial Storage Executive Tool oder mit Hilfe einer bootfähigen ISO-Datei. Bei beiden Varianten sollen alle Daten auf der SSD erhalten bleiben. Dennoch solltet ihr zur Sicherheit vor jedem Firmware-Update eine Datensicherung eurer SSD erstellen.

Nachfolgend das Changelog der M0CR040-Firmware für die Crucial MX300:

  • Improved large block SEQ read performance on 2TB drives
  • Fixed potential command timeout when Thermal Throttling is active
  • Improved drive error handling
  • General stability improvements

Download Crucial MX300 Firmware-Update M0CR040
Download Crucial Storage Executive

Toshiba OCZ mit zwei neuen SSDs: TL100 und VX500

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Vor wenigen Wochen hat Toshiba zwei neue SSD-Serien unter der Tochtermarke OCZ auf den Markt gebracht. Die Toshiba OCZ TL100 ist für das Einstiegssegment vorgesehen und richtet sich an Nutzer, die aktuell noch mit einer HDD unterwegs sind. Die Toshiba OCZ VX500 ist hingegen für den Mainstream-Bereich gedacht.

Toshiba OCZ TL100

Die 2,5-Zoll-SSD mit SATA-Anschluss ist mit TLC-Flash ausgestattet und mit Speicherkapazitäten von 120 oder 240 GByte erhältlich. Zur Beschleunigung der Schreibvorgänge dürfte höchstwahrscheinlich ein Pseudo-SLC-Cache zum Einsatz kommen, auch wenn dies nicht extra erwähnt wurde. Zum verbauten Controller nannte Toshiba keine Infos. Die sequenziellen Transferraten betragen maximal 550 MB/s beim Lesen und 530 MB/s beim Schreiben.

Toshiba gibt die Haltbarkeit der kleinen Variante mit 30 TByte und der größeren SSD mit 60 TByte Total Bytes Written (TBW) an. Die Garantie beträgt drei Jahre und wie bei OCZ-SSDs üblich, verfügt auch die TL100 über die erweiterte Garantie mit Vorabaustausch und kostenloser Rücksendung. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 44,90 bzw. 69,90 Euro. Die besten Straßenpreise liegen leicht darunter.

Toshiba OCZ TL100 (Bild: Toshiba)

Toshiba OCZ TL100 (Bild: Toshiba)

Hersteller
Serie
Toshiba
OCZ TL100
Kapazität 120 GByte 240 GByte
seq. Lesen bis zu 550 MB/s
seq. Schreiben bis zu 530 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 85.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 80.000 IOPS
Flash-Speicher Toshiba 15 nm Toggle DDR 2.0 TLC NAND
Controller ?
Cache ?
Interface SATA 6.0 Gbit/s
Leistungsaufnahme aktiv typisch 1,60 W
Leistungsaufnahme Leerlauf 0,44 W
Leistungsaufnahme DevSleep (L1.2) 10 mW
Formfaktor 2,5 Zoll, 7 mm
Abmessungen (L x B x H) 100,00 x 69,85 x 7,00 mm
Gewicht 37,5 g
Verschlüsselung
MTBF 1,5 Millionen Stunden
Haltbarkeit (TBW) 30 TByte 60 TByte
Herstellergarantie 3 Jahre
Preis (UVP) 44,90 Euro 69,90 Euro

Toshiba OCZ VX500

Die neue Mainstream-SSD kommt mit MLC-NAND daher und arbeitet mit dem TC358790-Controller von Toshiba. Dieser kommt bereits bei der Toshiba Q300 Pro zum Einsatz. Insgesamt ist die VX500 mit vier verschiedenen Kapazitäten erhältlich: 128, 256, 512 und 1.024 GByte. Erstaunlicherweise verzichtet Toshiba bei den kleinen Modellen auf einen externen DRAM-Cache. Lediglich die größte Variante mit 1 TByte Speicher bekommt 256 MByte DDR3 als Cache spendiert. Allerdings muss das Flaggschiff auf den DevSleep-Stromsparmodus verzichten. Dieser wird nur von den Varianten ohne DRAM unterstützt.

Die maximal erreichbaren sequenziellen Transferraten werden mit 550 MB/s lesend und 515 MB/s schreibend beziffert. Dank dem MLC-Speicher erreichen die SSDs eine hohe Haltbarkeit von 74, 148, 296 bzw. 592 TByte TBW. Die Garantie beträgt fünf Jahre und natürlich kommt auch hier das „Advanced Warranty Program“ zum Einsatz. Dieses bietet unter anderem einen Vorabaustausch und eine kostenlose Rücksendung. Aktuell liegen die Straßenpreise noch über der UVP, was sich jedoch mit steigender Verfügbarkeit ändern dürfte.

Toshiba OCZ VX500 (Bild: Toshiba)

Toshiba OCZ VX500 (Bild: Toshiba)

Hersteller
Serie
Toshiba
OCZ VX500
Kapazität 128 GByte 256 GByte 512 GByte 1.024 GByte
seq. Lesen bis zu 550 MB/s
seq. Schreiben bis zu 485 MB/s bis zu 510 MB/s bis zu 515 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 62.000 IOPS bis zu 90.000 IOPS bis zu 92.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 49.000 IOPS bis zu 58.000 IOPS bis zu 64.000 IOPS bis zu 65.000 IOPS
Flash-Speicher Toshiba 15 nm Toggle DDR 2.0 MLC NAND
Controller Toshiba TC358790XBG, 8 NAND-Channel
Cache 256 MB DDR3-1600
Interface SATA 6.0 Gbit/s
Leistungsaufnahme aktiv typisch 3,60 W
Leistungsaufnahme Leerlauf 0,125 W 0,260 W
Leistungsaufnahme DevSleep (L1.2) 5 mW
Formfaktor 2,5 Zoll, 7 mm
Abmessungen (L x B x H) 100,00 x 69,85 x 7,00 mm
Gewicht 49 g 52 g 54 g
Verschlüsselung
MTBF 1,5 Millionen Stunden
Haltbarkeit (TBW) 74 TByte 148 TByte 296 TByte 592 TByte
Herstellergarantie 3 Jahre
Preis (UVP) 65 Euro 95 Euro 145 Euro 355 Euro


Western Digital bringt zwei SSD-Serien auf den Markt

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Seit einigen Monaten gehört das auf Flash-Speicher spezialisierte Unternehmen SanDisk zu Western Digital. Mit der WD Blue SSD und der WD Green SSD hat WD nun die ersten beiden SSDs vorgestellt.

Beide SSD-Serien sind sowohl im 2,5-Zoll-Format als auch als M.2-Modul mit 80 mm Länge erhältlich und verfügen jeweils über ein SATA-6.0-Gbit/s-Interface. Beim Flash setzt WD auf TLC-NAND (drei Bit pro Zelle) von SanDisk, welcher in 15 nm vom Joint Venture Flash Forward hergestellt wird. Beide SSDs basieren technisch auf bekannten SSD-Serien von SanDisk. Während die WD Blue SSD der Sandisk X400 entspricht, ist die WD Green SSD das Pendant zur Sandisk SSD Plus.

Die WD Blue SSD ist mit dem 88SS1074-Controller von Marvell ausgestattet und bietet maximale sequentielle Übertragungsraten von 545 MByte/s beim Lesen bzw. 525 MByte/s beim Schreiben. Sie ist mit 250 GByte, 500 GByte oder mit 1 TByte erhältlich. Während der dreijährigen Garantie verspricht WD eine Haltbarkeit von 100 (250 GByte), 200 (500 GByte) bzw. 400 TBW (1 TByte). Die WD Blue SSD soll noch im Oktober auf den Markt kommen. Im eigenen Online-Shop liegt der Preis je nach Speicherkapazität aktuell bei 99, 169 oder 339 Euro. Die M.2-Varianten kosten jeweils 10 Euro Aufpreis.

WD Blue SSD (Bild: WD)

WD Blue SSD (Bild: WD)

Die WD Green SSD ist lediglich mit 120 und 240 GByte erhältlich und kommt mit dem Silicon Motion SM2256 Controller daher. Die maximalen sequentiellen Transferraten werden mit 544 MByte/s lesend und 435 MByte/s schreibend beziffert. Durch die geringere Kapazität fällt die Haltbarkeit mit 40 bzw. 80 TBW relativ gering aus. Die WD Green SSD soll nach der Blue-SSD auf den Markt kommen. Der Preis für die 240-GByte-Variante liegt mit 90 Euro (2,5-Zoll) bzw. 95 Euro (M.2) leicht unter der Blue.

WD Green SSD (Bild: WD)

WD Green SSD (Bild: WD)

Samsung 960 EVO: Schnelle NVMe-SSDs im M.2-Format

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Auf dem Global SSD Summit 2016 in Seoul hat Samsung eine neue Mainstream-SSD vorgestellt. Die 960 EVO kommt nur im M.2-Format (80 mm Länge) daher und soll mit einer starken Leistung bei gleichzeitig geringem Preis überzeugen. Die SSD wird mit Kapazitäten von 250 GByte, 500 GByte und 1 TByte erhältlich sein.

Die technischen Daten der Samsung 960 EVO sind eine große Überraschung, denn leistungsmäßig liegt sie sogar über dem bisherigen Flaggschiff in Form der 950 PRO. Die M.2-SSD mit NVMe-Unterstützung soll laut Herstellerangaben bis zu 3.200 MB/s beim sequenziellen Lesen und bis zu 1.900 MB/s beim sequenziellen Schreiben erreichen. Die IOPS bei zufällig verteilten 4-KB-Blöcken werden mit bis zu 380.000 bzw. 360.000 beziffert.

Der große Performancesprung im Vergleich zur 850 EVO ist durch einige Änderungen begründet. Während der Vorgänger noch auf die SATA-Schnittstelle setzte, arbeitet die 960 EVO mit PCI Express 3.0 x4 und gleichzeitiger NVMe-Unterstützung. Darüber hinaus kommt der neue Polaris-Controller zum Einsatz, welcher bei den OEM-SSDs SM961 und PM961 eingeführt wurde. Er verfügt über fünf Kerne und bietet höchstwahrscheinlich acht NAND-Channel. Die dritte große Neuerung ist der Einsatz der dritten Generation des hauseigenen V-NANDs. Er besitzt 48 Lagen, ist als TLC-Variante ausgeführt und bietet damit 256 Gigabit pro Die.

Wie bei der 850 EVO setzt Samsung auch bei der 960 EVO auf die sogenannte TurboWrite-Technik, um die Schreibleistung zu steigern. Dabei wird ein Teil des TLC-NAND-Flash im SLC-Modus betrieben, d.h. es wird nur ein Bit anstatt den vorhandenen drei Bits verwendet. Der Pseudo-SLC-Cache beträgt je nach Speicherkapazität der SSD 13, 22 oder 42 GByte. Die typische Leistungsaufnahme unter Last soll je nach Größe 5,3 bis 5,7 Watt betragen. Im Leerlauf begnügt sich die SSD mit 1,2 Watt und unter DevSleep soll sie sogar nur 5 mW benötigen.

Die Garantie der 960 EVO beträgt drei Jahre. Die Haltbarkeit wird mit 100 (250 GByte), 200 (500 GByte) bzw. 400 TBW (Terabytes Written) bei der größten Variante mit 1 TByte Speicher spezifiziert. Die neuen SSDs sollen in den USA voraussichtlich ab Oktober 2016 im Handel verfügbar sein. In Deutschland könnte es hingegen bis November dauern. Die unverbindliche Preisempfehlung für die kleinste Variante beträgt 129 US-Dollar. Die beiden größeren Modelle sollen 249 bzw. 479 US-Dollar kosten.

Hersteller
Serie
Samsung
960 EVO
Kapazität 250 GByte 500 GByte 1000 GByte
seq. Lesen bis zu 3.200 MB/s
seq. Schreiben bis zu 1.500 MB/s bis zu 1.800 MB/s bis zu 1.900 MB/s
Random Read 4KB QD32 bis zu 330.000 IOPS bis zu 380.000 IOPS
Random Write 4KB QD32 bis zu 300.000 IOPS bis zu 330.000 IOPS bis zu 360.000 IOPS
Flash-Speicher Samsung Toggle DDR 2.0 TLC (3D, 48 Lagen) NAND, 256 Gbit
Controller Samsung Polaris, 8 NAND-Channel
Cache 512 MB LPDDR3 1.024 MB LPDDR3
Interface PCIe 3.0 x4, NVMe 1.2
Leistungsaufnahme aktiv typisch 5,30 W 5,40 W 5,70 W
Leistungsaufnahme Leerlauf 1,20 W
Leistungsaufnahme DevSleep (L1.2) 5 mW
Formfaktor M.2 (80 mm)
Abmessungen (L x B x H) 80,15 x 22,15 x 2,38 mm
Gewicht 7,7 g 8,0 g
Verschlüsselung AES 256, IEEE-1667, TCG Opal 2.0, Windows eDrive
MTBF 1,5 Millionen Stunden
Haltbarkeit 100 TBW 200 TBW 400 TBW
Herstellergarantie 3 Jahre
Preis (UVP) 129 US-Dollar 249 US-Dollar 479 US-Dollar

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